Branchen-News

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Intelligenzkiller – Zusatzstoffe

Bestimmte Lebensmittelzusatzstoffe sollen laut einer Studie der britischen Lebensmittelbehörde FSA26  zu hyperaktivem Verhalten bei Kindern führen. Vor allem künstliche Farbstoffe und das Konservierungsmittel Natriumbenzoat stehen im Verdacht, ADHS bei Kindern auszulösen. Natriumbenzoat (E211) wird z.B. aus Gründen einer längeren Haltbarkeit den Lebensmitteln zugesetzt.


Erstmals in der Geschichte der FSA spricht die britische Behörde eine derart drastische Warnung aus.
Demnach sollten Eltern, deren Kinder erste Anzeichen von Hyperaktivität aufweisen, vollkommen auf Lebensmittel verzichten, die mit künstlichen Zusatzstoffen versehen wurden. (Gelborange E110, Carmoisin E122, Tartrazin E102, Cochenillerot A E124, Chinolingelb E104, Allurarot AC E129). Hierzu zählt auch der rote Lebensmittelfarbstoff Amaranth E123 der in Marmeladen und Gelees häufig anzutreffen ist (nicht zu verwechseln mit dem gesunden hirseähnlichen Korn!) In den USA, Russland, Norwegen und Schweden ist der E123 aus unterschiedlichsten Gründen verboten.


Problematisch ist auch der Geschmacksverstärker Glutamat (E621), der z.B. den Konsum über das normale Maß hinaus fördert. Glutamate stehen im Verdacht bei hoher Zufuhr Taubheitsgefühle im Nacken, in den Armen sowie im Rücken hervorzurufen. Häufig kommen noch Herzklopfen, Kopfschmerzen oder Schläfendruck hinzu. Man spricht vom „China Restaurant Syndrom“. Das Problem besteht darin, das Glutamat direkt in den Stoffwechsel der Nervenbotenstoffe eingreift und diesen verändert.


Als problematisch sind auch die Süßstoffe Saccharin E954, Acesulfam K E950, Aspartam E951 und Xylit E967 eingestuft. Vor allem Risikogruppen sollten möglichst auf Lebensmittelzusatzstoffe verzichten!


Quelle: Das große IQ Kochbuch, Autoren: Jutta Doebel, Marie-Therese Zierau

Weiterführender Link: http://www.zusatzstoffe-online.de/information/682.doku.recommend.html
      

DMP-Programme: 

Disease-Management-Programme (DMP)

 

Disease-Management-Programme (DMP) sind sogenannte strukturierte Behandlungsprogramme nach Paragraf 137 f SGB V. Dabei handelt es sich um eine sektorenübergreifende, systematische versorgung von chronisch kranken Versicherten unter Beachtung folgender Kriterien*:

  • medizinische Behandlung auf Grundlage evidenz-basierter Leitlinien über alle Krankheitsstadien hinweg
  • kontinuierliche Evaluation von medizinischen, ökonomischen und psychologischen Parametern
  • eine daraus resultierende kontinuierliche Verbesserung des Versorgungsprozesses auf allen Ebenen

 

Ziel des Gesetzgebers bei der Einführung von DMP war die Schaffung eines Anreizes zum Wettbewerb um chronisch kranke Versicherte und die Verbesserung der Qualität der Versorgung, verbunden mit dem gleichzeitigen Abbau von Fehl-, Unter- und Überversorgung. Die Vermeidung von Spätfolgen oder Komplikationen im Krankheitsverlauf standen dabei ebenso im Vordergrund wie die Reduktion von Kosten bei der Versorgung chronisch kranker Versicherter.

 

Folgende Indikationen sind durch den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) als DMP-Indikationen beschlossen und durch den Verordnungsgeber in der RSAV verankert:

  • Diabetes mellitus Typ I
  • Diabetes mellitus Typ II
  • Asthma bronchiale
  • COPD (Chronisch-obstruktive Lungenerkrankung)
  • Koronare Herzkrankheit und
  • Brustkrebs

 

* Quelle: www.g-k-v.de